Reishi (Ling Zhi)
Reishi (Ling Zhi)

Reishi – Beschreibung und Kulturgeschichte

Hinter dem Pilz glänzender Lackporling verbirgt sich ein wahres Multitalent, das die Asiaten seit Jahrhunderten schätzen.
Die Japaner nennen ihn Reishi, die Chinesen Ling Zhi. Im Deutschen heißt der Pilz “Glänzender Lackporling”. Er ist Teil der Lackporlingsverwandten-Familie und der Stielporlingsartigen-Ordnung.
Der Glänzende Lackporling (Ganoderma lucidum) aus der Lackporlingen-Gattung verdankt seinen Namen dem Aussehen. Er glänzt rotbraun und sieht aus, als habe man den Pilzhut mit Lack bepinselt. Allerdings entsteht der Hut nur bei mehr als 22 – 24°C. Bei Kälte entstehen hirschgeweihförmige, verästelte Pilze ohne den für den Reishi typischen Hut.

Inzwischen verbreitet sich überall auf der Welt das Wissen um seine heilende Wirkung und der Glänzende Lackporling dürfte der weltweit bekannteste “Heilpilz” sein.
Nach traditioneller chinesischer Heilslehre gilt er seit etwa 4.000 Jahren als Garant für ein langes Leben und stärkt die universielle Lebensenergie Chi.
Neben seiner medizinischen Wertschätzung genießt er auch als Glückssymbol hohes Ansehen. Selbst das Zepter des chinesischen Kaisers war mit einem geschnitzten Lackporling verziert.

Wo wächst der Glänzende Lackporling?

Nicht nur bei uns, sondern auch in Asien ist der Reishi nur selten zu finden.
Es handelt sich beim Ling Zhi um einen Schwächeparasit oder Saprobiont, der als Holzbewohner in erster Linie Laubholz besiedelt. Gern nutzt er Eichen als Substrat, ebenso viele andere Laubbäume. Selten findet man ihn bei Nadelhölzern wie Kiefern und Fichten. Sein Vorkommen begrenzt sich vor allem auf Eichenmischwälder, Eichenwälder, Hartholzauen und Rotbuchenwälder.

Wie schmeckt der Reishi?

Von der Konsistenz her erinnert der Ling Zhi Pilz an Korken, das Fruchtfleisch ist holzig hart.

Als Speisepilz ist er somit ungeeignet. Allerdings gibt es aus China Informationen nachdem junge Fruchtkörper mit weichem, weißen Rand als Gemüse gegessen werden.

Der Reishi als Heilpilz

Mittlerweile ist der Reishi weltweit mit Abstand zum bedeutendsten Heilpilz geworden. Mehr als die Hälfte der verfügbaren wissenschaftlichen Literatur beschäftig sich mit dem Ling Zhi.
Seine Kultivierung und Vermarktung hat sich in Ostasien zum beachtlichen Wirtschaftsfaktor entwickelt. Bereits vor 20 Jahren, als wir noch wenig Ahnung von ihm hatten, betrug der Umsatz mit Reishi Produkten im gesamten ostasiatischen Raum bereits über 1,6 Milliarden USD.

Quellen:
Prof. Dr. Jan Lelley “Die Heilkraft der Pilze”
Dr. Jochen Kurth “Dr. Kurths Heilpilzvademecum”
Dipl. Ing. Jürgen Guthmann “Heilende Pilze”

Inhaltsstoffe

Chemische Zusammensetzung und Nährwert des Glänzenden Lackporlings

Angaben in 100 g Trockensubstanz nach Stamets, 2005

Kalorien376 kcalPanthotensäure, Vit. B-5
2,70 mg
Eiweiß15,05 gVitamin D66,00 IE
Fett (gesamt)3,48 gKalzium 37,00 mg
Kohlenhydrate (gesamt)71,00 gKalium760 mg
davon Ballaststoffe66,80 gNatrium 6,00 mg
davon Zucker1,70 gKupfer1,30 mg
Thiamin, Vit. B-10,06 mgEisen13,00 mg
Riboflavin, Vit. B-21,59 mgSelen0,014 mg
Niacin, Vit B-312,40 mg

Austernpilz als Pilzpulver oder Pilzextrakt

Vitalpilzpulver:

Hier wird der getrocknete Pilzkörper mechanisch zerkleinert und hält alle Wirkstoffe und sekundären Inhaltsstoffe bereit. Die enthaltenen Vitamine, Mineralien, Spurenelemente, Aminosäuren, Provitamine und Enzyme beeinflussen in positivem Sinne ausgleichende Prozesse im Körper und tragen so zu einer gesunden Ernährung bei.
Sie sollten aber schon den “Gegenwert” von 100 – 150 g frischen Pilzen essen. Das entspricht also ca. 10 – 15 Gramm getrocknetes Pulver täglich.

Auch das ist noch wichtig:

Je feiner das Pilzpulver, desto wirksamer und hochwertiger ist es, da fein gemahlenes Pulver eine deutlich höhere Bioverfügbarkeit hat.
Die Zellwände der Pilze bestehen nämlich aus Chitin. Chitin kann vom Organismus nicht verwertet werden. Daher können wichtige Wirkstoffe nicht aufgeschlossen werden.
Somit kommt dem angewandten Mahlverfahren eine große Bedeutung zu.

Die Verarbeitungsmethode, bei der hochfein gemahlenes Pulver entsteht,  wird gemeinhin als “Shellbroken” Methode bezeichnet.

Daraus folgt: 

Grobes Pulver oder Pilzschrot ist wenig wirksam und kann letztlich nur als Tee verwandt werden, da durch die Heißwasserextraktion wieder ein Teil der Inhaltsstoffe für den Organismus verfügbar gemacht wird.

Vitalpilzextrakt:

Extrakte werden aus dem Pilzpulver mit einem Lösungsmittel (Wasser, Wasserdampf oder in einigen Fällen mit Alkohol) gewonnen.

Hierbei werden die sekundären wichtigen Inhaltsstoffe in reiner, rückstandsfreier und konzentrierter Form gewonnen. Die therapeutisch anwendbaren Inhaltsstoffe wie z.B. die Polysaccharide, Glucane und Triterpene sind etwa 20-mal konzentrierter als im Pilzpulver. Daher reichen beim Extrakt ca. 700 – 1000 mg täglich, was 2 – 3 Kapseln á 360 m entspricht.

Das Argument, bei einer Heißwasserextraktion würden die im Pilz enthaltenen Enzyme eliminiert werden ist zwar richtig, aber nicht von Bedeutung. Pilzpräparate ersetzen keinesfalls eine ausgewogene und gesunde Ernährung.

Hier z. B. besonders enzymhaltige Lebensmittel:
Ananas, Mangos, Papayas, Kiwis, Äpfel, Salat und Sprossen sind besonders enzymhaltig. Ein hoher roher Frischkostanteil in unserer täglichen Nahrung hilft uns, dem Körper ausreichend viele Enzyme zur Verfügung zu stellen, da jedes frische, rohe Obst und Gemüse Enzyme enthält.

Bei so einem Angebot an enzymhaltigen Lebensmitteln, ist es nun wirklich zu vernachlässigen, wenn im Pilzextrakt die geringen Mengen an Enzymen, die sonst im Pulver enthalten sind, fehlen.

Vitalpilzpulver oder Vitalpilzextrakt?

Manchmal ist es auch durchaus empfehlenswert Pilzpulver und Pilzextrakt miteinander zu kombinieren.
Rufen Sie einfach an. Wir beraten Sie gerne, mit welchen Vitalpilzpräparaten Sie Ihren täglichen Speiseplan sinnvoll ergänzen können.

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