Hericium erinaceus (Igelstachelbart)

Coriolus versicolor (Schmetterlingstramete)
Hericium erinaceus (Igelstachelbart)

Der Igelstachelbart – Beschreibung und Kulturgeschichte

Aussehen und Vorkommen

Es handelt sich beim Igelstachelbart (Hericium erinaceus) um einen ziemlich seltenen aber auch hier heimischen Pilz, der seinen landläufigen Namen der igelartigen Form verdankt.
Die Chinesen nennen ihn “Affenkopfpilz”, da der Fruchtkörper an einen behaarten Affenkopf erinnert.
Der Igel-Stachelbart verfügt über einen beigefarbenen, hellen Fruchtkörper, der mitunter leicht rötlich bis gelblich wirkt. Er wird 10 bis 25 cm dick und bis zu 30 cm groß und fast nie verzweigt. Im Kern ist er wie eine Knolle, die außen von vielen dichten, weichen Stacheln bedeckt ist.

Der Hericium erinaceus wächst vorwiegend an alten Laubbäumen und verletzten Harthölzern, beispielsweise an Eichen und Buchen, seltener an Apfel- und Nussbäumen. Er gilt als Wundparasit und setzt sich vorwiegend in den Wunden lebender Bäume fest.

Der Igelstachelbart als Speise- und Kulturpilz

Bei uns wird der Igelstachelbart eher nicht geschätzt. In China hingegen gilt er als vorzüglicher Speisepilz, der aber erst in den späten 50er Jahren in Shanghai kultiviert wurde.
Erst 20 Jahre später führte der Berliner Mykologe Dr. Peter Hübsch Experimente mit dem Igel-Stachelbart durch und schaffte es, ihn zu kultivieren.
Besonders hervorzuheben sin die Arbeiten von Dr. Renate Eisenhut und Dr. Susanne Ehlers am Lehrstuhl für Gemüsebau an der Technischen Universität München in Freising-Weihenstephan. Im Ergebnis dieser Arbeiten ist die Anbautechnologie des Igelstachelbarts beherrschbar geworden und seine ernährungsphysiologischen Eigenschaften und Heilwirkungen sind abgeklärt.

Quellen:
Prof. Dr. Jan Lelley “Die Heilkraft der Pilze”
Dr. Jochen Kurth “Dr. Kurths Heilpilzvademecum”
Dr. Jürgen Weihofen “Ling Zhi, Shiitake & Co”

Inhaltsstoffe

Chemische Zusammensetzung und Nährwert des Igel-Stachelbarts.
Angaben in 100 g Trockensubstanz (nach Stamets 2005)

Kalorien375 kcalRiboflavin, Vit. B-22,26 mg
Eiweiß20,46 gNiacin, Vit. B-311,80 mg
Fett (gesamt)5,06 gPantothensäure, Vit. B-57,40 mg
- davon ungesättigte Fettsäuren1,85 gVitamin D57,00 IE
- davon gesättigte Fettsäuren0,76 gKalzium8,00 mg
Kohlenhydrate (gesamt)61,80 gKalium2700 mg
- davon Ballaststoffe39,20 gNatrium4,00 mg
- davon Zucker20,90 gKupfer1,66 mg
Thiamin, Vit. B-10,16 mgSelen0,091 mg

Igelstachelbart als Pilzpulver oder Pilzextrakt

Vitalpilzpulver:

Hier wird der getrocknete Pilzkörper mechanisch zerkleinert und hält alle Wirkstoffe und sekundären Inhaltsstoffe bereit. Die enthaltenen Vitamine, Mineralien, Spurenelemente, Aminosäuren, Provitamine und Enzyme beeinflussen in positivem Sinne ausgleichende Prozesse im Körper und tragen so zu einer gesunden Ernährung bei.
Sie sollten aber schon den “Gegenwert” von 100 – 150 g frischen Pilzen essen. Das entspricht also ca. 10 – 15 Gramm getrocknetes Pulver täglich.

Auch das ist noch wichtig:

Je feiner das Pilzpulver, desto wirksamer und hochwertiger ist es, da fein gemahlenes Pulver eine deutlich höhere Bioverfügbarkeit hat.
Die Zellwände der Pilze bestehen nämlich aus Chitin. Chitin kann vom Organismus nicht verwertet werden. Daher können wichtige Wirkstoffe nicht aufgeschlossen werden.
Somit kommt dem angewandten Mahlverfahren eine große Bedeutung zu.

Die Verarbeitungsmethode, bei der hochfein gemahlenes Pulver entsteht,  wird gemeinhin als “Shellbroken” Methode bezeichnet.

Daraus folgt: 

Grobes Pulver oder Pilzschrot ist wenig wirksam und kann letztlich nur als Tee verwandt werden, da durch die Heißwasserextraktion wieder ein Teil der Inhaltsstoffe für den Organismus verfügbar gemacht wird.

Vitalpilzextrakt:

Extrakte werden aus dem Pilzpulver mit einem Lösungsmittel (Wasser, Wasserdampf oder in einigen Fällen mit Alkohol) gewonnen.

Hierbei werden die sekundären wichtigen Inhaltsstoffe in reiner, rückstandsfreier und konzentrierter Form gewonnen. Die therapeutisch anwendbaren Inhaltsstoffe wie z.B. die Polysaccharide, Glucane und Triterpene sind etwa 20-mal konzentrierter als im Pilzpulver. Daher reichen beim Extrakt ca. 700 – 1000 mg täglich, was 2 – 3 Kapseln á 360 m entspricht.

Das Argument, bei einer Heißwasserextraktion würden die im Pilz enthaltenen Enzyme eliminiert werden ist zwar richtig, aber nicht von Bedeutung. Pilzpräparate ersetzen keinesfalls eine ausgewogene und gesunde Ernährung.

Hier z. B. besonders enzymhaltige Lebensmittel:
Ananas, Mangos, Papayas, Kiwis, Äpfel, Salat und Sprossen sind besonders enzymhaltig. Ein hoher roher Frischkostanteil in unserer täglichen Nahrung hilft uns, dem Körper ausreichend viele Enzyme zur Verfügung zu stellen, da jedes frische, rohe Obst und Gemüse Enzyme enthält.

Bei so einem Angebot an enzymhaltigen Lebensmitteln, ist es nun wirklich zu vernachlässigen, wenn im Pilzextrakt die geringen Mengen an Enzymen, die sonst im Pulver enthalten sind, fehlen.

Vitalpilzpulver oder Vitalpilzextrakt?

Manchmal ist es auch durchaus empfehlenswert Pilzpulver und Pilzextrakt miteinander zu kombinieren.
Rufen Sie einfach an. Wir beraten Sie gerne, mit welchen Vitalpilzpräparaten Sie Ihren täglichen Speiseplan sinnvoll ergänzen können.

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