Coriolus versicolor (Schmetterlingstramete)
Coriolus versicolor (Schmetterlingstramete)

Coriolus versicolor (Schmetterlingstramete)

Wofür Schmetterlingstramete? Bevor diese Frage im Detail beantwortet wird, lohnt es sich, erst einmal die Pilzart generell zu untersuchen. Mit dem lateinischen Begriff Coriolus versicolor, Polyporus versicolor oder Trametes versicolor bezeichnet man die Schmetterlings-Tramete, die auch als Schmetterlingssporling und Bunte Tramete bekannt ist. Sie gehört zur Familie der Stielsporlingsverwandten und zur Gattung der Trameten. Es handelt sich um eine holzbewohnende Pilzart, die relativ häufig in unseren Breitengraden auffindbar ist. Die Asiaten verwenden die Bezeichnungen Yun Zhi und Kawaratake für den Coriolus Pilz.

Wie kann man die Schmetterlingstramete bestimmen? Ihre Form und ihr vielfärbiges Aussehen kennzeichnet diese Pilzart, der man in der Nähe von Holz begegnet. Flache Konsolen und Hüte in Rosettenform und Dachziegelform – oft in dunklen Holz-ähnlichen Farben von Braun über Grau bis Schwarz, aber auch mit Nuancen von Olivgrün bis Bläulich und Rotbraun – sind ein Markenzeichen des Schmetterlingssporlings. Diese Ausbildungen werden zwischen 2 und 6 bis 8 cm groß. Die stielartig angewachsenen oder am Substrat herablaufenden Fruchtkörper bilden sich in großen Gruppen und stehen vom Substrat ab, wobei die Anwachsstelle circa 3 mm dick ist. Die dünnen, bunt gezonten Hüte besitzen eine feinsamtige Oberfläche. Die Bunte Tramete ist zudem an der weiß abgesetzten Zuwachszone erkennbar. Ihr Hutrand mit den bläulichen bis schwarzen, seidig glänzenden Zonen ist wellig bis flatterig, recht scharf und ein wenig gekerbt. Die Hut-Unterseite ist weiß mit rundlich eckigen, 3 bis 5 mm feinen Poren.

Man sollte nicht die Zonen-Tramete (Trametes multicolor) mit der Schmetterlingstramete verwechseln. Jene weist keine seidigen Zonen auf und nennt stattdessen bis zu 10 cm dicke Anwachsstellen ihr Eigen. Weitere Gemeinsamkeiten weist die Schmetterlings-Tramete zur Striegeligen Tramete auf. Sie stellt eine ziemlich variable Pilzart dar, sodass es ein geschultes Auge bedarf, um die Bunte Tramete eindeutig zu identifizieren.

Wo Schmetterlingstrameten finden?

In der Regel gedeiht der ledrige Schmetterlingssporling aus und an den Stümpfen von toten Laubbäumen. Als Schwächeparasit und saprobiontischer Holzbewohner bevorzugt die Schmetterlingstramete das Substrat von Rotbuchen (zumindest im mitteleuropäischen Raum). Ebenso nutzt sie das Substrat von Birken, Weiden, Eichen und Gemeiner Hasel. Nicht nur Laubholz, sondern auch Nadelholz eignet sich theoretisch für das Wachstum. Der Pilz kann an Stapelholz, Ästen und Zweigen sowie liegenden Stämmen wachsen. Der Wald ist das bevorzugte Verbreitungsgebiet der Schmetterlingstramete (Coriolus versicolor), doch auch Substrat in Wiesennähe und Siedlungsnähe kommt infrage. In Zentraleuropa begegnet man den frischen Fruchtkörpern der einjährigen Pilzart speziell von Mai bis August, wobei sie ganzjährig gefunden werden können. Die vermutlich kosmopolitisch verbreitete Pilzart fühlt sich fast überall in der Welt zu Hause und ist eine der am häufigsten in Mitteleuropa auffindbaren Porlinge. Daher gibt es relativ viele anschauliche Schmetterlingstramete Bilder – wobei hierzulande noch kaum jemand weiß, dass es sich hier um einen Vitalpilz voller Potenzial handelt.

Ist die Schmetterlingstramete essbar?

Nein, dies ist kein essbarer Pilz, obwohl er ungiftig ist. Für den rohen Verzehr eignet sich der ungenießbare Schmetterlingssporling nicht; es gibt also keine empfohlene Schmetterlingstramete Zubereitung oder Rezepte für Pilzgerichte. Vielmehr ist die Schmetterlingstramete ein Heilpilz bzw. Vitalpilz. Zum Teil sieht man sie als schädlich an – vor allem, wenn sie verbautes oder gelagertes Holz befällt, beispielsweise die Holzbalken von Eisenbahnschienen oder die Stützbalken in Bergwerken. Sie ist für uns jedoch harmlos, sodass die Einnahme von Kapseln, Pulver oder Tee vom Schmetterlingssporling bedenkenlos möglich ist. Man sollte nicht unbedingt selbst die Schmetterlingstramete sammeln, sondern sich lieber auf Präparate aus dem Handel verlassen. Sie bringen die erwünschte bzw. erhoffte Schmetterlingstramete Wirkung besser zur Geltung.

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