Chaga – Tschaga (schiefer Schillerporling)

Chaga, was ist das?

Man versteht unter dem Begriff Chaga oder Tschaga (moderne deutsche Schreibweise) eine Pilzart, die korrekt ausgedrückt Schiefer Schillerporling heißt. Die Porlinge wiederum umfassen diverse andere Pilze wie u. a. Laubporling, Birkenporling und Glänzender Lackporling. Der lateinische Fachbegriff für den Chaga Pilz ist Inonotus obliquus. In der asiatischen Heilkunde spricht man zudem von Kabanoanatake. 
Woher kommt der Name Schillerporling? 
Bei frischen Fruchtkörpern der Schillerporlinge lässt sich bei der Röhrenschicht schräg seitlich betrachtet ein silbrig-wechselnder, schillernder Farbton über dem gelbbraunen Grund beobachten.

Der Chaga Pilz ist ein seltener Baumpilz mit einem hohen Gehalt an Inghaltsstoffen. Schiefer Schillerporling zählt zur Familie der Borstenscheibenverwandten. Er besitzt keine so auffällige Form wie andere Pilzarten, sondern verschmilzt beinahe mit der Rinde des Baumes, an dem er wächst. Besonders häufig findet man ihn an Birkenstämmen vor. Doch nicht nur Stämme, sondern auch Strünke und tote Äste kommen infrage. Es handelt sich um einen ganzjährigen Folgezersetzer und einen Pilz mit Fruchtkörpern, welche nicht für die Vermehrung wichtig sind. Zur schwarzen Farbe an der Außenseite gesellt sich eine rotbraune Farbe an der rissigen Innenseite, die an Zimt, Kastanien und Haselnüsse denken lässt. Es lassen sich weiße Flecken beobachten.

Der Tschaga Pilz ist von harter Struktur und wirkt aufgrund seiner Form wie zerbröckelt. Seine Knollen sind je nach Baumstamm kaum von der Borke zu unterscheiden, wobei er sich recht flächig ausbreitet. Die Fruchtkörper sind 5 bis 10 cm dick und können 0,5 bis 1 m lang werden. Zahlreiche Röhren, welche bis zu 7 mm lang sind, bilden den Fruchtkörper. Sie sind einlagig und wachsen in Richtung des Mittelpunkts der Erde, wie dies bei Porlingen üblich ist. Die Röhrenmündungen bzw. Poren sind ausgefranst und weisen eine Breite von 5 bis 8 mm auf. Stiele besitzt der Schiefe Schillerporling nicht; stattdessen entspringt er aus dem Substrat.

Chaga/Tschaga – was tun?

Wie sieht es mit dem Schiefer Schillerporling Vorkommen aus? Genau genommen sind Schillerporlinge an Birken und anderen Laubbäumen nicht sehr gern gesehen. Das liegt daran, dass es sich um parasitische Holzbewohner handelt, die zu einer Weißfäule führen und damit in der Forstwirtschaft als Plage angesehen werden. Birken leiden am meisten vom Schillerporling-Befall, gefolgt von Buchen, Erlen, Ebereschen, Ahorn und Eichen. Chaga-Knollen bilden sich jedoch nur auf Erlen und Birken, und das in Mitteleuropa genauso wie in Nordeuropa / Skandinavien, Osteuropa und in einigen asiatischen Ländern wie Japan. Chaga-Pilze kommen in Südeuropa und Westeuropa hingegen eher selten vor. Manchmal trifft man auf die Bezeichnung Sibirischer Chagapilz, was auf das Vorkommen und die Verwendung in Sibirien bzw. Russland hinweist. In Norddeutschland und im Rest der Bundesrepublik begegnet man dem Chaga-Pilz vor allem in naturnahen Moorbirkenwäldern, wobei er von Weitem ein wenig aussieht wie ein Klumpen Holzkohle oder eine dunkle, raue Stelle an der Rinde. Eine gängige Schiefer Schillerporling Verwechslung: Schiefer Schillerporling sollte nicht mit dem Vielgestaltigen Schillerporling verwechselt werden. Ersterer Pilz wächst erst unter der Baumrinde und bricht diese während des Wachstums auf, wohingegen Letzterer direkt auf der Rinde gedeiht. Sieht man Chaga als Vitalpilz statt als Parasiten an, wird man erkennen, dass er eher positiv als negativ zu bewerten ist.

Ist der Schiefe Schillerporling essbar?

Auf die Frage “Was ist Chaga mushroom?” lässt sich antworten, dass es sich eher um einen Heilpilz als um einen gängigen, zum Verzehr gedachten Pilz handelt. Schiefer Schillerporling ist ungenießbar! Er besitzt einen unbedeutenden Geschmack und ist im Prinzip geruchlos. Gleichzeitig führt dies zur Frage: Was ist Chaga Tee? Aus dem Tschaga Pilz kann ein Tee zubereitet werden, der eine ähnlich dunkle, beinahe schwarze Farbe wie Kaffee aufweist, aber nicht über Koffein verfügt und auch nicht die charakteristische Bitterkeit von Kaffee (oder von schwarzem Tee) aufweist. Tschaga Tee ist z. B. bei den Chinesen und Russen bekannt.

Warum Schiefer Schillerporling kaufen?

Möchte man Tschaga-Tee zubereiten, kann man im Handel den Chaga Pilz kaufen. Im frischen Zustand weist er eine ledrige Konsistenz und leicht andere Farbe auf. Hat man Schiefe Schillerporlinge getrocknet, dann sind sie hingegen brüchig und sollten daher mit Vorsicht behandelt werden. Der Schiefe Schillerporling dient nicht dem Verzehr, sondern dem Gewinnen von Chaga-Tee im Sinne der Naturheilkunde.

Chaga – Tschaga Tee zubereiten

Zunächst einmal muss man den Tschaga-Pilz ernten oder kaufen. Erntet man ihn selbst, ist es ein wenig umständlich, ihn sorgsam von der Baumrinde zu entfernen. Grobes Werkzeug kann dabei helfen, wobei man einfach Chaga Tee kaufen sollte, um sich den Aufwand zu ersparen. Für den Chaga-Tee muss man den Schillerporling trocknen oder im getrockneten Zustand erwerben. Würfelgroße Stücke bieten sich für die Trocknung an. Diese werden anschließend zu Pulver gemahlen. Hinterher erhält man eine Substanz, die farblich und von der Konsistenz her an Kaffeepulver erinnert. 2 Teelöffel Chaga-Pulver reichen für eine Tasse Chaga-Tee aus. Man übergießt das Teepulver mit heißem Wasser und lässt das Ganze eine halbe Stunde oder länger ziehen. Wie lange genau der Tschaga-Tee ziehen soll, das hängt von der gewünschten Intensität und den erhofften Effekten ab. Es empfiehlt sich, den Tee vor dem Trinken erneut leicht zu erhitzen und mit Zucker oder Honig zu süßen.

Chaga Pilz Wirkung: Schiefer Schillerporling (Inonotus obliquus) als Heilpilz

Es gibt Nachweise, dass Tschaga Pilze seit dem 15. Jahrhundert in der traditionellen Medizin Russlands als Heilpilze zum Einsatz kommen. Man schätzt die Vitalpilze aufgrund ihrer wertvollen Inhaltsstoffe. So besitzen Chaga-Pilze rund 200 aktive biologische Substanzen. Sauerstoffhaltige Triterpene und einige Polyphenole gehören zu den bedeutenden Inhaltsstoffen. Der Chaga Vitalpilz verfügt vermutlich über potenziell entzündungshemmende Subtanzen wie Polysaccharide.
Wichtig ist allerdings die Erkenntnis, dass lediglich Porlinge die auf Birken wachsen, ihre heilende Wirkung entfalten. In der Naturkunde ist seit langem bekannt, dass die Birkensäfte gesundheitsfördernde Inhaltsstoffe enthalten. Mit diesen Säften versucht die Birke während des ganzen Jahres den ungewünschten Parasiten zu bekämpfen und so kommt es zu einem einzigartigen Zusammenspiel zwischen den Inhaltsstoffen des Pilzes und des Birkensaftes.

Wofür Chaga – Tschaga?

In der Naturheilkunde kennt man seine angebliche antibakterielle Wirkung und macht es sich zunutze, dass er aufgrund der hohen Aktivität an Superoxiddismutase zum Schutz gegen freie Radikale gehört. Inhaltsstoffe wie Eisen, Aluminium, Natrium, Mangan und Silizium gesellen sich zu Zink, Kalium, Magnesium und Kupfer. Die daneben im Chaga Pilz enthaltenen Säuren tragen dazu bei, dass der Schiefe Schillerporling theoretisch die Wände von Blutgefäßen festigen kann. Des Weiteren stößt man beim Tschaga-Pilz auf ein wasserlösliches Lignin (Inonodulin), ein Ergosterin und Pterin. Wer es sich erhofft, den Vitalpilz bei bestimmten Erkrankungen oder für das Immunsystem zu nutzen, der sollte Schiefer Schillerporling kaufen, der sowohl als Pilzpulver bzw. als Pilzextrakt angeboten wird.

Zum SHOP

Kennen Sie schon unser Himalayasalz?