Chaga – Tschaga (schiefer Schillerporling)

Chaga – Tschaga – Schiefer Schillerporling

Unter dem Begriff Chaga oder Tschaga (moderne deutsche Schreibweise) versteht man eine Pilzart, die korrekt ausgedrückt Schiefer Schillerporling heißt.

Sie kennen Ötzi?
Ötzi ist die Mumie, die am 19. September 1991 beim 3208 m hohen Tisenjoch in den Ötztaler Alpen von einem deutschen Bergsteigerehepaar gefunden wurde.
Wissen Sie auch was seine Gürteltasche enthielt?
Neben steinzeitlichem Werkzeug wie Bohrer, Ahle usw. enthielt die Gürteltasche zwei Birkenporlinge. Man konnte nachweisen, dass Ötzi unter Magengeschwüren litt und die mitgeführten Birkenpilze wohl zur Linderung seiner Beschwerden dienen sollten.
Der Todeszeitpunkt von Ötzi wurde relativ präzise zwischen 3359 und 3105 vor Christus bestimmt. Somit dürfte gesichert sein, dass das Wissen um die Heilkräfte von Pilzen, in diesem Fall um die Heilkräfte des Birkenporlings, bereits vor 5000 Jahren bestand.

Beschreibung

Chaga Pilze gehören zur Gattung der Porlinge. Die Porlinge wiederum umfassen auch diverse andere Pilze wie u. a. Laubporling, Birkenporling und Glänzender Lackporling. Der lateinische Fachbegriff für den Chaga Pilz ist Inonotus obliquus.
Woher kommt der Name Schillerporling? 
Bei frischen Fruchtkörpern der Schillerporlinge lässt sich bei der Röhrenschicht schräg seitlich betrachtet ein silbrig-wechselnder, schillernder Farbton über dem gelbbraunen Grund beobachten.

Der Chaga Pilz ist ein seltener Baumpilz mit einem hohen Gehalt an Inhaltsstoffen. Der Schiefe Schillerporling zählt zur Familie der Borstenscheibenverwandten. Er besitzt keine so auffällige Form wie andere Pilzarten, sondern verschmilzt beinahe mit der Rinde des Baumes, an dem er wächst. Besonders häufig findet man ihn an Birkenstämmen vor. Doch nicht nur Stämme, sondern auch Strünke und tote Äste kommen infrage. Es handelt sich um einen ganzjährigen Folgezersetzer und einen Pilz mit Fruchtkörpern, welche nicht für die Vermehrung wichtig sind. Zur schwarzen Farbe an der Außenseite gesellt sich eine rotbraune Farbe an der rissigen Innenseite, die an Zimt, Kastanien und Haselnüsse denken lässt.

Der Tschaga Pilz ist von harter Struktur und wirkt aufgrund seiner Form wie zerbröckelt. Seine Knollen sind je nach Baumstamm kaum von der Borke zu unterscheiden, wobei er sich recht flächig ausbreitet. Die Fruchtkörper sind 5 bis 10 cm dick und können 0,5 bis 1 m lang werden. Zahlreiche Röhren, welche bis zu 7 mm lang sind, bilden den Fruchtkörper. Sie sind einlagig und wachsen in Richtung des Mittelpunkts der Erde, wie dies bei Porlingen üblich ist. Die Röhrenmündungen bzw. Poren sind ausgefranst und weisen eine Breite von 5 bis 8 mm auf. Stiele besitzt der Schiefe Schillerporling nicht; stattdessen entspringt er aus dem Substrat.

Wo wächst der Chaga – Tschaga

Der Schiefe Schillerporling kommt überwiegend in Russland, Skandinavien Mittel- und Osteuropa, Nordeuropa, Japan, Korea und Zentralasien (Kasachstan) vor. In West- und Südeuropa ist er seltener.
Schillerporlinge sind an Birken und anderen Laubbäumen nicht sehr gern gesehen. Das liegt daran, dass es sich um parasitische Holzbewohner handelt, die zu einer Weißfäule führen und damit in der Forstwirtschaft als Plage angesehen werden. Birken leiden am meisten vom Schillerporling-Befall, gefolgt von Buchen, Erlen, Ebereschen, Ahorn und Eichen. Chaga-Knollen bilden sich jedoch nur auf Erlen und Birken, und das in Mitteleuropa genauso wie in Nordeuropa / Skandinavien, Osteuropa und in einigen asiatischen Ländern wie Japan.
Chaga-Pilze kommen in Südeuropa und Westeuropa hingegen eher selten vor. Manchmal trifft man auf die Bezeichnung Sibirischer Chagapilz, was auf das Vorkommen und die Verwendung in Sibirien bzw. Russland hinweist. In Norddeutschland und im Rest der Bundesrepublik begegnet man dem Chaga-Pilz vor allem in naturnahen Moorbirkenwäldern.

Ist der Schiefe Schillerporling essbar?

Eigentlich nicht. Er besitzt einen unbedeutenden Geschmack, ist geruchlos und ist sehr hart.
Sehr häufig wird aus dem Tschaga ein Tee zubereitet.
Der Tschaga Tee hat eine ähnlich dunkle, beinahe schwarze Farbe wie Kaffee. Tschaga Tee ist z. B. bei den Chinesen und Russen bekannt.

Inhaltsstoffe des Chaga – Tschaga

Es gibt Nachweise, dass Tschaga Pilze seit dem 15. Jahrhundert in der traditionellen Medizin Russlands als Heilpilze zum Einsatz kommen. Man schätzt die Vitalpilze aufgrund ihrer wertvollen Inhaltsstoffe. So besitzen Chaga-Pilze rund 200 aktive biologische Substanzen.
Der Tschaga ist reich an Aluminium, Mangan, Natrium und Silizium. Desweiteren findet man Zink, Magnesium, Kalium und Kupfer.
Seine ebenfalls enthaltenen Polysaccharide, Triterpene und Egosterin machen den Chaga Pilz zu einem starken Antioxidians.
Man beachte aber, dass lediglich Porlinge die auf Birken wachsen, ihre heilende Wirkung entfalten. In der Naturkunde ist seit langem bekannt, dass die Birkensäfte gesundheitsfördernde Inhaltsstoffe enthalten. Mit diesen Säften versucht die Birke während des ganzen Jahres den ungewünschten Parasiten zu bekämpfen und so kommt es zu einem einzigartigen Zusammenspiel zwischen den Inhaltsstoffen des Pilzes und des Birkensaftes.

Quellen:
Prof. Dr. Jan Lelley “Die Heilkraft der Pilze”
Dr. Jochen Kurth “Dr. Kurths Heilpilzvademecum”
Dipl. Ing. Jürgen Guthmann “Heilende Pilze”

Chaga – Tschaga Tee zubereiten

Der Chaga wird in drei Formen angeboten. Als Knolle oder in Scheiben geschnitten. Als Pulver oder als Vitalpilzextrakt. Aus Chaga Stücken kann man sich natürlich einen Tee zubereiten. Wobei man dabei allerdings nur die wasserlöslichen Inhaltsstoffe gewinnen kann.
Wesentlich einfacher ist eine Teezubereitung aus Tschaga Vitalpilzpulver.
1 bis 2 Teelöffel Chaga-Pulver reichen für eine Tasse Chaga-Tee aus. Man übergießt das Vitalpilzpulver mit heißem Wasser und lässt das Ganze eine halbe Stunde oder länger ziehen. Wie lange genau der Tschaga-Tee ziehen soll, das hängt von der gewünschten Intensität und den erhofften Effekten ab. Es empfiehlt sich, den Tee vor dem Trinken erneut leicht zu erhitzen und mit Zucker oder Honig zu süßen.
Wenn Sie den Tee vor dem Trinken immer etwas aufrühren, trinken sie auch die nicht wasserlöslichen Inhaltsstoffe und erhalten so alles, was der Pilz zu bieten hat.

Chaga – Tschaga als Pilzpulver oder Pilzextrakt

Vitalpilzpulver:

Hier wird der getrocknete Pilzkörper mechanisch zerkleinert und hält alle Wirkstoffe und sekundären Inhaltsstoffe bereit. Die enthaltenen Vitamine, Mineralien, Spurenelemente, Aminosäuren, Provitamine und Enzyme beeinflussen in positivem Sinne ausgleichende Prozesse im Körper und tragen so zu einer gesunden Ernährung bei.
Sie sollten aber schon den “Gegenwert” von 100 – 150 g frischen Pilzen essen. Das entspricht also ca. 10 – 15 Gramm getrocknetes Pulver täglich.

Auch das ist noch wichtig:

Je feiner das Pilzpulver, desto wirksamer und hochwertiger ist es, da fein gemahlenes Pulver eine deutlich höhere Bioverfügbarkeit hat.
Die Zellwände der Pilze bestehen nämlich aus Chitin. Chitin kann vom Organismus nicht verwertet werden. Daher können wichtige Wirkstoffe nicht aufgeschlossen werden.
Somit kommt dem angewandten Mahlverfahren eine große Bedeutung zu.

Die Verarbeitungsmethode, bei der hochfein gemahlenes Pulver entsteht,  wird gemeinhin als “Shellbroken” Methode bezeichnet.

Daraus folgt: 

Grobes Pulver oder Pilzschrot ist wenig wirksam und kann letztlich nur als Tee verwandt werden, da durch die Heißwasserextraktion wieder ein Teil der Inhaltsstoffe für den Organismus verfügbar gemacht wird.

Vitalpilzextrakt:

Extrakte werden aus dem Pilzpulver mit einem Lösungsmittel (Wasser, Wasserdampf oder in einigen Fällen mit Alkohol) gewonnen.

Hierbei werden die sekundären wichtigen Inhaltsstoffe in reiner, rückstandsfreier und konzentrierter Form gewonnen. Die therapeutisch anwendbaren Inhaltsstoffe wie z.B. die Polysaccharide, Glucane und Triterpene sind etwa 20-mal konzentrierter als im Pilzpulver. Daher reichen beim Extrakt ca. 700 – 1000 mg täglich, was 2 – 3 Kapseln á 360 m entspricht.

Das Argument, bei einer Heißwasserextraktion würden die im Pilz enthaltenen Enzyme eliminiert werden ist zwar richtig, aber nicht von Bedeutung. Pilzpräparate ersetzen keinesfalls eine ausgewogene und gesunde Ernährung.

Hier z. B. besonders enzymhaltige Lebensmittel:
Ananas, Mangos, Papayas, Kiwis, Äpfel, Salat und Sprossen sind besonders enzymhaltig. Ein hoher roher Frischkostanteil in unserer täglichen Nahrung hilft uns, dem Körper ausreichend viele Enzyme zur Verfügung zu stellen, da jedes frische, rohe Obst und Gemüse Enzyme enthält.

Bei so einem Angebot an enzymhaltigen Lebensmitteln, ist es nun wirklich zu vernachlässigen, wenn im Pilzextrakt die geringen Mengen an Enzymen, die sonst im Pulver enthalten sind, fehlen.

Vitalpilzpulver oder Vitalpilzextrakt?

Manchmal ist es auch durchaus empfehlenswert Pilzpulver und Pilzextrakt miteinander zu kombinieren.
Rufen Sie einfach an. Wir beraten Sie gerne, mit welchen Vitalpilzpräparaten Sie Ihren täglichen Speiseplan sinnvoll ergänzen können.

Sie haben die Wahl: Chaga Vitalpilzpulver oder der Vitalpilzextrakt.

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