Agaricus blazei murill (Mandelpilz)
Agaricus blazei murill (Mandelpilz)

Was ist der Mandelpilz?

Mandelpilz ist der Begriff, der im Deutschen am häufigsten für die Pilzart Agaricus blazei murrill verwendet wird. Zum Teil wird als Synonym die Bezeichnung Brasilianischer Mandel-Egerling verwendet. Weitere Namen für die Pilzart sind Lebenspilz und Sonnenpilz, wobei diese Begriffe den erwünschten und vermuteten Eigenschaften des Pilzes zu verdanken sind. Laubporling und Kumotake sowie Spatelhütiger Porling und Huai Su Gu sind ebenfalls Namen für die Pilzart. Die Mandelpilze gehören zu den Champignonverwandten und kommen inzwischen nicht nur in Brasilien vor. Warum nennt man diese Pilzart ausgerechnet Mandelpilz? Das hängt damit zusammen, dass der Fruchtkörper einen Duft aufweist, der entfernt an Mandeln und Nüsse im Allgemeinen erinnert.

Mandelpilze sind seit Mitte des 20. Jahrhunderts taxonomisch erfasst. Murrill aus den USA studierte und benannte die Art im Jahre 1947, weshalb an Agaricus blazei meist murrill angehängt wird. Genau genommen hat er den Pilz jedoch nicht entdeckt: 2002 konnten Wissenschaftler beweisen, dass es sich hierbei um eine mit Agaricus blazei identische Spezies handelt. Dieser wiederum ist – wie 2005 der Forscher Kerrigan deutlich machte – identisch mit schon Ende des 19. Jahrhunderts beschriebenen Spezies Agaricus brasiliensis, die ursprünglich als Agaricus subrufescenc geführt war. Der Mandelpilz ist somit schon seit über einem Jahrhundert bekannt. Ursprünglich stammt Agaricus blazei murrill aus dem brasilianischen Regenwald, und man geht davon aus, dass schon die Ureinwohner sich seiner Wirkung bewusst waren. Wild kommt der Lebenspilz (“Cogumelo da Vida”) nach wie vor nur in Brasilien und Argentinien vor. In den 70er-Jahren wurden internationalen Wissenschaftler auf die Pilzart aufmerksam und begannen ihren Effekt zu erforschen. Seit 1993 werden Mandelpilze im asiatischen und im südamerikanischen Raum kommerziell angebaut. Der Stiel der Pilze ist weiß und relativ dicklich sowie länger als bei bekannteren Champignons. Der Hut ist hell bis dunkel bräunlich.

Ist der Mandelpilz essbar?

Ja, Agaricus blazei murrill gehört zu den essbaren Pilzen. Der Geschmack ist dezent süßlich mit einem modrigen Unterton. Die nussige Note von Mandeln ist am Gaumen genauso zu bemerken wie im Aroma. In manchen Kreisen gilt der Sonnenpilz als Delikatesse. Geschätzt wird jedoch weniger der Geschmack als vielmehr die Mandelpilz Wirkung. Mandelpilze sind nämlich nicht nur Speisepilze, sondern angeblich auch Heilpilze, die u. a. Asien sowie in Teilen der Vereinigten Staaten wie in Kalifornien bei der alternativen Krebstherapie zum Einsatz kommen.

Wie kann man den Mandelpilz zubereiten?

Mandelpilz Rezepte finden sich sowohl in Kochbüchern als auch im Internet. So bietet sich z. B. eine schmackhafte Cremesuppe vom Mandelpilz an. Das feste Fruchtfleisch mit Mandelgeschmack macht nicht nur die Zubereitung von Suppen möglich, sondern auch die Verwendung als Beilage oder Zutat in Fleischgerichten sowie für Pasta und Risotto. Sogar zu einem Salat kann man die getrockneten Pilze ohne verfärbte Stellen verwenden. Wichtig ist, dass man auf Mandelpilze aus dem kontrollierten Anbau achtet, die nicht mit Chemikalien in Berührung kamen.

Bevor man Mandelpilze essen kann, müssen sie erst einmal gereinigt werden. Eine Bürste mit weichen Borsten oder ein feuchtes Küchentuch eignen sich gut für die trockene Reinigung, die unmittelbar vor der Verarbeitung erfolgen sollte. Es ist davon abzuraten, die Pilze in Wasser zu legen oder zu waschen, da sie sich mit Wasser vollsaugen und beim anschließenden Kochen jenes Wasser gemeinsam mit einem Teil des Geschmacks abgeben. Der untere Teil der weißen Stiele wird abgeschnitten, bevor man die Sonnenpilze schneidet. Scheiben oder Viertel bieten sich an, wobei man kleine Pilze ganz belassen kann. Möchte man die Mandelpilze kochen, reichen rund 5 bis 7 Minuten aus; beim Anbraten und Frittieren empfehlen sich 2 bis 4 Minuten, und beim Dämpfen und Schmoren circa 6 bis 10 Minuten. In der Mikrowelle reichen rund 3 Minuten aus.

Aufbewahrung der Mandelpilze

Es macht Sinn, getrocknete Mandelpilze so frisch wie möglich zu verarbeiten. Es ist jedoch möglich, sie im Kühlschrank aufzubewahren. Bei einer Temperatur von 4 bis 7 °C sind sie zwei bis drei Tage haltbar. Lose Pilze sollten nicht in einen geschlossenen Plastikbeutel gegeben werden, da ihnen die so entstehende Feuchtigkeit zusetzt. Besser ist das Umwickeln mit einem trockenen Geschirrtuch oder die Verwendung von einer Papiertüte. Will man den Agaricus blazei murill richtig aufbewahren, dürfen sie nicht in der Nähe von geruchsintensiven Lebensmitteln wie beispielsweise Zwiebeln oder Lauch untergebracht werden. Des Weiteren sollte kein Obst nah bei ihnen gelagert werden, da es die Pilze schneller altern lässt.

Kann man den Agaricus blazei murill züchten?

Ja, die Speisepilze lassen sich kommerziell anbauen sowie im kleinen Stil züchten, wobei man sich mit der Pilzkunde auskennen sollte. Möchte man auf der sicheren Seite sein und sich den Aufwand ersparen, sollte man stattdessen den Mandelpilz kaufen. Der Vitalpilz Agaricus blazei murrill mit seiner klassischen Champignon-Form gilt als relativ empfindlich. Wer den Mandelpilz züchten will, der sollte sich dessen bewusst sein und ihn mit Handschuhen vorsichtig ernten sowie anschließend trocknen. Die Trocknung ist wichtig, weil der Sonnenpilz im Wasser und an der Luft schnell oxidiert. Außerdem wird er an eventuellen Druckstellen rasch dunkel. Der braune Gourmetpilz beinhaltet neben wertvollen Polysacchariden u. a. noch eine interessante Kombination an Vitaminen wie Niacin, Riboflavin, Ergosterin, Biotin und Folsäure sowie Aminosäuren und wichtige Mineralstoffe wie Eisen, Kalium, Kalzium, Zink und Magnesium.

Welche Inhaltsstoffe hat der Mandelpilz?

In der Pilzart Agaricus blazei murrill ist ein hoher Gehalt an b-D-Glucan festzustellen. Bei diesem Beta-Glucan handelt es sich um eine chemische Verbindung von mehreren Glucose-Molekülen, welche in den Zellwänden von einigen Pflanzen und Pilzen vorkommt. Das beta-D-Glucan – alternativ als ß-D-Glucan oder BDG geführt – spielt bei der Pharmazie eine Rolle, wobei es an umfangreichen Langzeitstudien und eindeutigen Ergebnissen fehlt. Bei Pneumonien, die durch Pneumocystis jiroveci (carinii) verursacht wurden, sowie bei invasiven Pilzerkrankungen ist -D-Glucan im Serum nachweisbar. Hierfür führt man den sogenannten -D-Glucan-Test durch, welcher nach einer Evaluationsphase durch das Institut für Medizinische Mikrobiologie und Hygiene etabliert wurde. Als Grundlage für die Auswertung wurde der LAL-Test für Endotoxine modifiziert. Kommerzielle Tests zum quantitativen Nachweis von beta-D-Glucan haben jedoch nichts mit dem Mandelpilz Spray oder Mandelpilz Pulver zu tun, das bei der alternativen Medizin und Naturheilkunde Verwendung findet.

Mandelpilz als Pilzpulver oder Pilzextrakt

Zu Zwecken der täglichen Einnahme empfiehlt sich das Agaricus Vitalpilzpulver oder der Vitalpilzextrakt.

Wachstum des Mandelpilz im Zeitraffer

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