Niempulver/Neempulver

Woraus gewinnt man Niempulver?

Der Niembaum, auch Neem oder Margosa genannt, hat in indischen Gefilden (und Pakistan) seinen Ursprung, wo er heute noch häufig vorkommt. Die Einheimischen schwören schon lang auf die vielen kostbaren Wirkstoffe, die sich in der Rinde, den Blättern, den Früchten und ihren Samen befinden. Aus den Samen der Steinfrüchte gewinnt man Niemöl, das in vielerlei Hinsicht mit dem Neempulver verwandt ist. Das Niempulver stammt zum Teil aus den getrockneten Blättern des immergrünen, bis zu 20 m hoch wachsenden und bis zu 200 Jahre alt werdenden Laubbaumes. Die Niem-Blätter wachsen unpaarig gefiedert und erreichen eine Länge von 20 bis 40 cm. Jedes Niem-Blatt setzt sich aus 20 bis 30 recht dunklen, grünen Teilblättern zusammen, jedes davon 3 bis 8 cm lang. Hierzulande verlässt man sich jedoch mehr als Margosapulver aus den Samen. Niempulver aus dem Niembaum eignet sich als Basis für Niem-Tee in der alternativen Medizin sowie für Tinkturen. Die äußerliche Anwendung von Neempulver in der Naturkosmetik ist ebenfalls üblich, beispielsweise für Umschläge oder Gesichtsmasken zur Hautpflege. Des Weiteren dient Niempulver der Pflanzenpflege. Die Niempellets Anwendung ist ähnlich.

Wie wirkt Niempulver? Die Neempulver Anwendung

Die Rückstände der Niemölproduktion, also die geschroteten, entölten Niemsamen werden getrocknet und zu Niempulver oder Niempellets verarbeitet. Dieses Niempulver wird seit jeher in Indien zur Bodenverbesserung genutzt. Es ist die Jahrhunderte alte Erfahrung der indischen Bauern, dass der Boden größere und weniger anfällige Pflanzen wachsen lässt, wenn man Niempulver oder Niempellets in den Boden einarbeitet. Ausgiebige Forschungen legen nahe, dass Niempulver reicher an Nährstoffen ist als manche andere natürliche oder künstliche Dünger.

Nematoden (schädliche Bodenwürmer) werden sicher abgetötet. Durch das Abtöten von Nematoden wird ein ausgesprochen problematischer Pflanzenschädling vernichtet. Nematoden saugen nämlich die Säfte aus den Pflanzenwurzeln, die dadurch wiederum nicht genügend Nährstoffe nach oben transportieren und so letztlich absterben. Durch den Einsatz von Niempulver wird die Population von Regenwürmern gefördert. Durch die größere Zahl der Regenwürmer kann man den Boden locker halten und die Wurzeln nehmen leichter Wasser und Nährstoffe auf. Niempulver hält mehr Stickstoff im Boden zurück und macht ihn den Pflanzen verfügbar. Man geht außerdem davon aus, dass Neempulver die Nitratbildung im Boden reduziert, indem es die Entstehung und Vermehrung von nitratproduzierenden Bakterien unterdrückt.

Zu den für den Niembaum spezifischen Inhaltsstoffen wie Azadirachtin sind noch folgende Inhaltsstoffe im Niempulver nachgewiesen:Hauptnährstoffe (% der Trockenmasse)Stickstoff (N) 3,5Phosphor (P )3,0Kalium (K) 1,0Kalzium (Ca) 1,0Magnesium (Mg) 0,5Spurenelemente (ppm – part per million)Kupfer (Cu) 20Mangan (Mn) 70Eisen (Fe) 270

Leider ist Neempulver nicht bei allen Pflanzen gleich wirksam. Kartoffelpflanzen sind anscheinend nicht in der Lage, die Inhaltsstoffe aus dem Boden aufzunehmen.

Niempulver – Verarbeitung

Sie können Niempulver direkt in den Boden einarbeiten. Für 1 m2 reichen ca. 50 g Neempulver. Besonders wirtschaftlich gehen Sie folgendermaßen vor: Geben Sie 1 kg Niempulver in einen ausrangierten Seidenstrumpf o. ä. und tränken damit etwa 20 l Gießwasser. Mit dieser Jauche aus Niempulver sollten Sie grundsätzlich gießen.

Einerseits schützen Sie damit die Blätter vor Schädlingsbefall, und andererseits unterstützen Sie Ihre Pflanzen von der Wurzel her, da Nematoden durch Niempulver zuverlässig abgetötet werden. Diesen Vorgang können Sie mehrmals wiederholen, bis das Neempulver keine Stoffe mehr abgibt und sich das Wasser nicht mehr braun verfärbt. Unser Tipp: Verwenden Sie die verbleibenden Niempulver-Feststoffe letztlich als Dünger.

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Umfangreiche Information zum Niembaum finden Sie unter: www.niembaum.com