Niempulver - Neempulver

Niempulver – Neempulver

Der Niembaum, auch Neem oder Margosa genannt, hat in Indien (und Pakistan) seinen Ursprung, wo er heute noch häufig vorkommt. Die Einheimischen schwören schon lang auf die vielen kostbaren Wirkstoffe, die sich in der Rinde, den Blättern, den Früchten und ihren Samen befinden.
Aus den Samen der Steinfrüchte gewinnt man Niemöl (Neemoil engl. Schreibweise) das in vielerlei Hinsicht mit dem Niempulver – Neempulver verwandt ist.
Ein Pulver wird entweder aus den getrockneten Blättern des immergrünen, bis zu 20 m hoch wachsenden und bis zu 200 Jahre alt werdenden Laubbaumes oder aus den Rückständen der Ölproduktion hergestellt. Die Bezeichnung für letzteres ist Niemkuchen.

Für den landwirtschaftlichen Einsatz werden üblicherweise die Produkte aus dem Niemkuchen (Pulver oder Pellets) verwandt, während Pulver aus den getrockneten Blättern eher für den kosmetischen Bereich oder in der alternativen Medizin eingesetzt werden.

Herstellung und Wirkung

Als Rückstand aus der Niemölproduktion verbleibt der Niemkuchen – Neemkuchen Daraus werden dann zur besseren Anwendung Niempulver oder Niempellets hergestellt. Das Niempulver wird seit jeher in Indien zur Bodenverbesserung genutzt. Es ist die Jahrhunderte alte Erfahrung der indischen Bauern, dass der Boden größere und weniger anfällige Pflanzen wachsen lässt, wenn man das Neempulver in den Boden einarbeitet. Ausgiebige Forschungen legen nahe, dass der Niemkuchen reicher an Nährstoffen ist als manche andere natürliche oder künstliche Dünger.

Nematoden (schädliche Bodenwürmer) werden sicher abgetötet. Durch das Abtöten von Nematoden wird ein ausgesprochen problematischer Pflanzenschädling vernichtet. Nematoden saugen nämlich die Säfte aus den Pflanzenwurzeln, die dadurch wiederum nicht genügend Nährstoffe nach oben transportieren und so letztlich absterben. Durch den Einsatz von Niempulver wird die Population von Regenwürmern gefördert. Durch die größere Zahl der Regenwürmer kann man den Boden locker halten und die Wurzeln nehmen leichter Wasser und Nährstoffe auf. Neempulver hält mehr Stickstoff im Boden zurück und macht ihn den Pflanzen verfügbar. Man geht außerdem davon aus, dass Niempulver die Nitratbildung im Boden reduziert, indem es die Entstehung und Vermehrung von nitratproduzierenden Bakterien unterdrückt.

Zu den für den Niembaum spezifischen Inhaltsstoffen wie Azadirachtin sind noch folgende Inhaltsstoffe im Niempulver nachgewiesen:

Hauptnährstoffe(% der Trockenmasse)
Stickstoff (N)3,5
Phosphor (P)3,0
Kalium (K)1,0
Kalzium (Ca) 1,0
Magnesium (Mg) 0,5




Spurenelementeppm – part per million
Kupfer (Cu)20
Mangan (Mn)70
Eisen (Fe)270

Anwendungshinweise

Sie können das Pulver direkt in den Boden einarbeiten. Für 1 qm reichen ca. 50 g. Besonders wirtschaftlich gehen Sie folgendermaßen vor: Geben Sie 1 kg Niempulver in einen ausrangierten Seidenstrumpf o. ä. und tränken damit etwa 20 l Gießwasser. Mit dieser Jauche aus Niempulver sollten Sie grundsätzlich gießen.

Einerseits schützen Sie damit die Blätter vor Schädlingsbefall, und andererseits unterstützen Sie Ihre Pflanzen von der Wurzel her, da Nematoden durch Niempulver zuverlässig abgetötet werden. Diesen Vorgang können Sie mehrmals wiederholen, bis das Neempulver keine Stoffe mehr abgibt und sich das Wasser nicht mehr braun verfärbt. Unser Tipp: Verwenden Sie die verbleibenden Niempulver-Feststoffe letztlich als Dünger.

Umfangreiche Information zum Niembaum und zur Niempulver – Anwendung finden Sie unter: www.niembaum.com